Altmünchner Abend

Hörprobe

Inhalt:

Dabei handelt es sich um 4 Einakter von Liesl Karlstadt und Karl Valentin, dem „Münchner im Himmel“ von Ludwig Thoma, der Schönheitskönigin „Bally Prell“ und in der Rolle der Stand’lfrau  die Schauspielerin Johanna Baumann.

Die verhexten Notenständer

Mit einem Fagott in der Hand schiebt sich Valentin von hinten in den Raum einer Bühne, auf der ein paar Revue-Girls proben. Die Gesten des Direktors, er solle verschwinden, missversteht er lässig als Aufforderung zum Tanz. Schließlich erklärt Valentin, dass er einen Kollegen erwarte, mit dem er sich hier bewerben möchte. Liesl Karlstadt kommt mit einer Klarinette, und bevor der Direktor das Duo abwimmeln kann, verwandelt ein Schnitt die beiden in weiß geschminkte Clowns.

„Wir beginnen mit dem Anfang“, so kündigen sie ihr Duett an, doch dann verstricken sie sich in einen heillosen Disput über die erste und zweite Stimme, bis der ungeduldige Direktor Noten bringen lässt, kleine für die Klarinette, große fürs Fagott, die sie sich gegenseitig auf den Rücken binden, damit „einer dem andern hint’n einischauen kann“. Am Schluß gibt es doch Applaus für das Duett, das „anlässlich des Einzugs Kaiser Ferdinands XXIII, im Jahre 1325 nachträglich zum Vortrag“ gebracht wurde.

Liesl Karlstadt als Ausruferin auf der Wies´n

Vor ihrem „Panoptikum“ kündigt Frau „Direktor“ Karlstadt besonders außergewöhnliche Menschen an. Den kleinsten Mann mit den größten Ohren und die größte Frau der Welt. Die jeweiligen Eigenschaften beschreibt Liesl Karlstadt sehr lebendig; natürlich mit der Absicht, das hochverehrte Publikum in die Vorstellung zu locken.

Beim Taucher auf der Wies’n

Interessiert stehen Karl Valentin und Liesl Karlstadt anlässlich eines Wies’n Besuchs vor der Attraktion „Beim Taucher“. Der Herr Direktor kann die Beiden zu einem Besuch der Veranstaltung überreden. Für Liesl endet diese Vorstellung leider etwas feucht.

Im Schallplattenladen

Der Kauf von Zigarren führt Karl Valentin ausgerechnet in einen Schallplattenladen. Die nette Verkäuferin (Liesl Karlstadt) legt verschiedene Platten auf, die leider immer wieder durch Valentins skurrile Bemerkungen abgelehnt werden. Am Ende ist die Verkäuferin ziemlich genervt und Valentin entscheidet sich doch für den Kauf von Zigarren im richtigen Geschäft.

Die Schönheitskönigin von Schneitzlreuth

Die unvergessliche Bally Prell mit Ihrer Ode auf die Schönheit.

Der Münchner im Himmel

Dieses weltbekannte Stück von Ludwig Thoma erzählt die Geschichte des einfachen Münchner Bürgers und Dienstmann Nr. 172 Alois Hingerl, der am Hauptbahnhof als Gepäckträger seinen Lohn verdient. Sein enormer Arbeitseinsatz führt zum jähen Ende seines Lebens.

Im Himmel angekommen, wird er durch Petrus mit der „Himmlischen Hausordnung“ vertraut gemacht. Ab nun soll er frohlocken und Hosianna singen. Diese behagt ihm überhaupt nicht, besonders da in den „Oberen Regionen“ statt Bier nur Manna getrunken wird. Sein ständiges Genörgel hat Erfolg.

Mit einer göttlichen Botschaft an die Bayerische Staatsregierung wird er zurück auf die Erde geschickt. Dort kehrt er sofort in sein geliebtes Hofbräuhaus ein, wo er immer noch sitzt. Und die Bayerische Staatsregierung wartet bis heute noch auf die göttliche Eingebung.

Konzept & Regie: Siegfried Böhmke
Figuren: Eva Richter, Siegfried Böhmke
Kostüme: Eva Richter
Bühne & Ausstattung: Bärbel Roskam-Skorzyk, Ashot Oganian,
Technik & Licht: Tom Weber
Spieler: Bärbel Roskam-Skorzyk, Ina Hemmelmann, Christian Kaya, Siegfried Böhmke, Martin Köhler
Aufführungsrechte: DREI MASKEN VERLAG München

Dauer: ca. 90 Min. inkl. Pause

 

Share →