Der Goggolori – Inhalt

Eine baierische Mär in acht Bildern

Der Goggolori ist die Geschichte um einen bayerischen Waldschratt, die sich zur Zeit des 30-jährigen Krieges in der Gemeinde Finning am Ammersee zugetragen haben soll und dort noch heute in der Bevölkerung lebendig ist.

Der Goggolori hat die Webersleut‘ reich gemacht und dafür stets seinen Anteil bekommen – nur ein Anspruch ist noch nicht eingelöst: das erste und einzige Kind. Die Weberin bemüht heidnische Mächte, um ihre Tochter Zeiboth zu behalten: Sie beauftragt eine Hexe, die Ullerin, den Goggolori zu fangen. Doch dessen Kräfte – er kann sich in unterschiedlichste Gestalten verwandeln – sind stärker.

Der Vertreter des christlichen Glaubens, der Einsiedel, rät den Eltern, Zeipoth sofort mit dem armen Musikanten und Köhler Aberwin, den sie liebt, zu verheiraten. Doch die Weberin fürchtet, dass der Goggolori zumindest mächtig genug ist, ihnen allen Reichtum wieder zu nehmen. Ein letztes Mittel scheint es zu geben: Die Ullerin besitzt eine Phiole mit einem Mondstück; wirft man die auf jemanden, der erstarrt auf der Stelle für immer. Doch fehlt man und zerbricht die Phiole, dann kommt die Pest.

Die Weberin nimmt dieses Risiko auf ihr Gewissen. Zeiboth hat inzwischen den Goggolori selbst kennen gelernt, findet Gefallen an ihm und nimmt ihn mit nach Hause. Der Anschlag auf den Goggolori im Weberhaus misslingt und Krieg und Pest kommen über das Land. Das erste Opfer ist die Weberin selbst.

Der Goggolori nimmt sich die ihm versprochene Zeipoth, und am Ende ist sie es, die ihn von seinem Schicksal, nicht sterben zu können, erlöst: weil er sie vor der Pest gerettet hat, schenkt sie ihm nun ihren Tod.

Dauer: 2 Stunden inklusive Pause

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